Im Rahmen der Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria diskutierten Mitte Juni Vertreter der österreichischen Wärmepumpen-Branche über aktuelle Entwicklungen der österreichischen Energie- und Klimapolitik sowie deren Auswirkungen.
Die Generalversammlung fand am 18. Juni 2026 auf Einladung des Verbandsmitglieds Windhager – BHT statt. Mehr als 100 VertreterInnen der heimischen Wärmepumpen-Branche aus ganz Österreich folgten der Einladung nach Seekirchen.
Gastgeber Andreas Weißenbacher, CEO der BWT Holding, präsentierte zu Beginn den Mitgliedern des Verbands am Windhager-Standort in Seekirchen mit dem Leitgedanken „For You and Planet Blue“ seine Philosophie und unterstrich die Bedeutung innovativer Wärmepumpentechnologien als zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Wärmewende.
In den Fachvorträgen wurden die Ergebnisse der Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“, die Qualitätsanforderungen bei Wärmepumpeninstallationen sowie die Herausforderungen des Generationenwechsels und der Fachkräftesicherung vorgestellt.
Die Studie zeigt, dass der gesamte Wärmesektor bis 2040 konsequent von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Systeme wie die Wärmepumpe umgestellt werden muss, um die nationalen Klimaziele zu erreichen. Laut den Berechnungen der Studie werden bis 2040 rund 1,3 Millionen zusätzliche Wärmepumpen benötigt, darunter mehr als eine Million Heizungswärmepumpen. Dies entspricht einem jährlichen Ausbau von etwa 60.000 Heizungswärmepumpen.
Dies würde einen enormen Wachstumsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten und eine hohe regionale Wertschöpfung sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen ermöglichen. Durch den Austausch von Heizkesseln könnten rund 19 Terawattstunden Erdgas und Heizöl ersetzt, die Energieunabhängigkeit Österreichs gestärkt und mehrere Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Darüber hinaus könnten volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro jährlich vermieden werden, die bei einer Verfehlung der europäischen Klimaziele durch den Kauf zusätzlicher Emissionszertifikate entstehen würden.
Die Branche müsse laut WP Austria-Präsident Richard Freimüller „langfristig von Förderprogrammen unabhängig werden. Es muss uns gelingen, die zahlreichen Vorteile der Technologie noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und die Wärmepumpe als wirtschaftlich attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Lösung zu positionieren“. Aus diesem Grund möchten der Verband und die Mitglieder eine gemeinsame und abgestimmte Marketinginitiative erarbeiten. Ziel sei, mit unterschiedlichen Werbemaßnahmen die vielfältigen Vorteile einer Wärmepumpe verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln.






