Werden die Zeiten härter und damit das verfügbare Haushaltsbudget weniger, steigt auch wieder die Bereitschaft, bei Dienstleistungen auf eine Rechnung zu verzichten, um derart Geld zu sparen. Das Finanzamt ist darüber nicht begeistert und verstärkt die Kontrollen.
Gerade in der Haustechnik ist der Verzicht auf eine offizielle Rechnung mit massiven Risiken verbunden. Wenn die Leitung leckt oder die Heizung streikt, gibt es keinen rechtlichen Anspruch auf Nachbesserung. Auch der Verlust des Versicherungsschutzes ist nicht zu unterschätzen. Entsteht in der Wohnung oder im Haus ein Schaden wegen eines Pfusches, zahlt die Haushalts- oder Gebäudeversicherung in der Regel nicht. Und schließlich setzt auch das Gesetz der Schwarzarbeit einen Riegel vor: Sowohl das Anbieten, als auch das Annehmen von Schwarzarbeit kann in Österreich schwere Verwaltungsstrafen nach sich ziehen.
Doch wie hoch ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, für ihre Haustechnikaufträge auch Schwarzarbeit zu akzeptieren aktuell wirklich? In der Tageszeitung „Der Standard“ wurde kürzlich ein Forum eröffnet, das genau diese Frage in den Raum stellte – mit enormem Zulauf. Innerhalb von zwei Tagen beteiligten sich mehr als 1.300 Personen an dieser Umfrage.
Nachdem also der Pfusch aktuell derart unter den Fingernägeln brennt, wird sich auch SHK-AKTUELL diesem Thema widmen. Dazu benötigen wir jedoch wieder die Mitarbeit unserer Leserschaft: Werden Sie von Ihren Kunden wieder häufiger gefragt, ob der Verzicht auf eine Rechnung eine Preisminderung ermöglicht? Was ist Ihre persönliche Meinung zum Thema „Schwarzarbeit“? Wie ließe sich aus Ihrer Sicht der Pfusch eindämmen? Bitte senden Sie Ihre Meinung via E-Mail an redaktion@shk-aktuell.at. Gerne auch anonym.






