Seit einigen Jahren forschen zahlreiche Sanitäranbieter intensiv an smarten WCs, die nicht nur hygienische Funktionen übernehmen, sondern auch den Gesundheitszustand überwachen. Diese Entwicklung ist jetzt abgeschlossen.
So haben mehrere Anbieter – allen voran Toto, Kohler und Withings – ihre Entwicklungsarbeiten jetzt zur Marktreife gebracht. Möglich ist nun, sowohl Urin- als auch Stuhlproben automatisch zu analysieren und so wertvolle Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen zu liefern.
Zentraler Baustein ist dabei eine integrierte Sensoreinheit im Keramikkörper der Toilette, die chemische Parameter wie pH-Wert, Glukose, Eiweiß und mögliche Blutspuren misst und derart Abweichungen frühzeitig erkennen kann. Optional erfassen optische Sensoren (Kameras und Spektralsensoren) Form und Farbe des Stuhls, die Informationen über den Verdauungszustand lieferen können. Die Daten werden danach an eine App weitergeleitet und ausgewertet.
Die Toilette arbeitet dabei völlig autonom: Beim Spülvorgang wird eine kleine Probe entnommen, die vom integrierten Mikroprozessor mit Referenzdaten abgeglichen wird. Bei der Entwicklung wurde großer Wert darauf gelegt, das die Systeme allen Anforderungen der internationalen Medizinprodukteverordnung entsprechen. So erfolgt die Datenübertragung verschlüsselt an eine zertifizierte Cloud bzw. an das lokale Endgerät, damit ausschließlich die Nutzer über diese Infos verfügen können.
Angepeilt wird ein Einstiegs-Marktpreis ab 3.000,- Euro – als Zielgruppe bieten sich vor allem Pflegeeinrichtungen wie Seniorenresidenzen und Reha-Einrichtungen an, adressiert wird aber auch der auf Gesundheit und Komfort fokussierte Premium-Wohnbau.






