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Einbaureportage „OnePipe Pearlwater“

von Christian Klobucsar
3. Juni 2026
in Sanitär
Fotos: Klobucsar

Fotos: Klobucsar

BWT verspricht mit seinem „OnePipe Pearlwater“ nichts weniger, als einen Gamechanger in der Trinkwasseraufbereitung. SHK-AKTUELL wollte es jedoch genau wissen, und hat einen Testhaushalt gesucht, um beim Einbau dabei sein zu können. Ist die Montage wirklich so einfach? Nachfolgend unser Reality Check beim Installateur Thomas Pucher (Pucher-Haustechnik) in Hadersdorf.

Die Auswirkungen von kalkhaltigem Wasser sind nicht nur SHK-Profis bekannt. Denn die hartnäckigen Flecken auf Armaturen sowie allen Bereichen, die mit Wasser in Berührung kommen, sind auch für Endkonsumenten offensichtlich.
Während dies jedoch ein primär optisches Ärgernis ist, kann Kalk auch zu teuren Schäden führen, die nur aufwändig zu beheben sind. Betroffen sind vor allem Waschmaschinen, Geschirrspüler & Co, aber auch die gesamte wasserführende Infrastruktur, wie etwa Rohre in den Sanitär- und Heizungsanlagen. Können sich derartige Ablagerungen unbehandelt ausbreiten, machen sie diese langfristig unbrauchbar oder sorgen zumindest für teure Reparaturen. Wer also sein Zuhause vor Kalk schützen will, benötigt zwingend entsprechende Systeme. Der Markt bietet dafür längst zahlreiche Anlagen – darunter leider auch immer wieder fragwürdige Verfahren. Welches System ist also der Königsweg zum Schutz des Eigenheims?
BWT verspricht mit seinem „OnePipe Pearlwater“ nichts weniger, als einen Gamechanger auf diesem Gebiet. Es soll nicht nur den Haushalt vor teuren Reparaturen bewahren, sondern die in Österreich hochstehende Wassergüte komplett erhalten. Denn herkömmliche Systeme entfernen im besten Fall die im Wasser gelösten Partikel, die zu den ärgerlichen Ablagerungen führen, machen das Wasser dadurch jedoch weniger bekömmlich. Weiches Wasser schmeckt „lau“, wie jeder weiß, der ein derartiges System nutzt. „OnePipe Pearlwater“ geht hier einen komplett neuen Weg. Es enthärtet das Wasser, führt jedoch gleichzeitig die für den Geschmack erforderlichen Mineralien an der Entnahmestation, also der Armatur, wieder zu. Und das radikal Neue daran ist, dass es mit einer einzigen Leitung auskommt. BWT wirbt daher damit, dass die Montage in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand erfolgt.

Die Alleinstellungsmerkmale im Detail
Robert Friedl (BWT Vertriebsleiter PoE) im Gepräch mit SHK-AKTUELL über das radikal Neue dieser Entwicklung.

Herr Friedl, was war der konkrete Markt- oder Kundenbedarf, der zur Entwicklung von OnePipe Pearlwater geführt hat?
Robert Friedl: Der Markt hat uns sehr deutlich signalisiert, dass sich die Anforderungen an Trinkwasser grundlegend verändert haben.
Kunden wünschen sich heute das weichste Wasser, höchste Qualität und besten Geschmack – und das möglichst einfach, nachhaltig und aus einer einzigen Leitung. Mit OnePipe Pearlwater haben wir genau darauf geantwortet: Ein System, das weltweit extrem weiches Wasser bis 0 °dH liefert und gleichzeitig hochwertig mineralisiertes Perlwasser mit Calcium, Magnesium, Silikaten und Hydrogencarbonat erzeugt – direkt im eigenen Zuhause, ohne zusätzliche Zapfstellen oder parallele Leitungen.
Ein ebenso wichtiger Treiber war das Thema Nachhaltigkeit. Immer mehr Menschen wollen bewusst auf Einweg Plastik- oder Glasflaschen verzichten und die CO₂ Belastung durch den Transport von Wasser vermeiden. OnePipe Pearlwater ermöglicht genau das: hochwertiges, geschmackvolles Trinkwasser direkt aus der Hausinstallation – jederzeit verfügbar und ressourcenschonend. Kurz gesagt: Der Kundenbedarf war ein ganzheitlicher.
Bestes Wasser, maximaler Komfort, einfache Installation und ein klarer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit – alles vereint in einem System und aus einer einzigen Leitung.

Welche Schwachstellen klassischer Wasseraufbereitungssysteme wollten Sie mit OnePipe Pearlwater überwinden?
In der klassischen Wasserenthärtung war es lange üblich, für geschmackvolles Trinkwasser eine zweite Leitung bis in die Küche zu verlegen. Das hatte mehrere klare Nachteile: Der Installationsaufwand und die Kosten waren hoch, es war praktisch nur im Neubau sinnvoll umsetzbar und eine Nachrüstung im Bestand war entweder sehr aufwendig oder kaum realisierbar. Für viele Kunden und Installateure war das schlicht keine zeitgemäße Lösung. Hinzu kommt, dass viele klassische Systeme mit parallelen Leitungen, hohem Wasserinhalt und zusätzlichen Komponenten arbeiten. Diese Komplexität erhöht nicht nur den Planungs und Montageaufwand, sondern bringt auch hygienische Risiken durch Stagnation sowie eine höhere Fehleranfälligkeit im Betrieb mit sich.
Mit OnePipe Pearlwater haben wir genau diese Schwachstellen adressiert. Das System setzt bewusst auf eine einzige, klar strukturierte und durchströmte Leitung, die Stillstand minimiert, Hygiene fördert und die Installation deutlich vereinfacht. Gleichzeitig werden enthärtetes Wasser und geschmackvolles, durch das Pearlwater Mineralizer Küchenset mineralisiertes, Trinkwasser aus derselben Leitung bereitgestellt – ohne Zusatzleitungen, ohne unnötige Komplexität. Das Ergebnis ist ein System, das sowohl im Neubau als auch in der Sanierung überzeugt: weniger Aufwand, geringere Kosten, höhere Betriebssicherheit – und dabei konstant höchste Wasserqualität.

Welche Zielgruppen stehen für Sie im Mittelpunkt?
OnePipe Pearlwater ist sehr bewusst segmentübergreifend entwickelt worden. Der Fokus liegt auf Mehrfamilienhäusern und Wohnbau, Sanierungen, wo Platz, Bestand und Hygiene eine Rolle spielen, Hotels und Beherbergung, sowie öffentlichen Gebäuden mit hohen Anforderungen an Betriebssicherheit. Gleichzeitig ist das System auch im qualitätsbewussten Neubau hoch attraktiv.

Wie reagiert das System auf unterschiedliche Rohwasserqualitäten und Gebäudestrukturen?
OnePipe Pearlwater ist so ausgelegt, dass es sehr flexibel auf unterschiedliche Rohwasserqualitäten und Gebäudestrukturen reagieren kann. Ein zentrales Element dabei ist die speziell entwickelte Kartusche, die das Wasser gezielt aufbereitet und gleichzeitig die Hausinstallation schützt. Die Kartusche filtert unter anderem Partikel wie Sand und Rostteilchen, Mikroplastik sowie geschmacks und geruchsbeeinträchtigende Stoffe wie Chlor. Damit wird sichergestellt, dass unabhängig von der regionalen Wasserqualität konstant klares, hygienisch einwandfreies und geschmacklich hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung steht.
Gleichzeitig erlaubt der systemische Aufbau von OnePipe Pearlwater eine einfache Anpassung an unterschiedliche Gebäudegrößen, Leitungsführungen und Nutzungsprofile. Ob Neubau, Sanierung oder komplexe Bestandsstruktur – das System arbeitet zuverlässig und stabil, ohne zusätzliche Leitungen oder erhöhte Stagnationsrisiken. Kurz gesagt: OnePipe Pearlwater passt sich den Rahmenbedingungen an – nicht umgekehrt. Das macht das System besonders robust, planungssicher und praxistauglich für Installateure, Betreiber und Endkunden.

Welche Anforderungen stellt OnePipe Pearlwater an die Planung durch Installateure und Fachbetriebe?
Unser Anspruch war klar: Planung vereinfachen. OnePipe Pearlwater ist logisch aufgebaut, gut dokumentiert und unterstützt Fachbetriebe aktiv – von der Auslegung über Sets bis hin zu Displays und klaren Installationsrichtlinien. Das reduziert Fehler, spart Zeit auf der Baustelle und gibt Sicherheit in der Umsetzung.

Wie wird im System mit Stillstand, Wartung und möglicher Keimbelastung umgegangen?
Das Thema Trinkwasserhygiene stand von Anfang an im Zentrum. Durch das Einrohr-Prinzip, geringe Totvolumen und definierte Durchströmung wird Stillstand konsequent reduziert.
Zusätzlich sorgt die Systemlogik dafür, dass potenzielle hygienische Risiken frühzeitig minimiert werden – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Parallelstrukturen.

Welche Wartungsintervalle sind für Fachbetriebe und Betreiber relevant?
OnePipe Pearlwater ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei – und genau das ist bewusst so ausgelegt. Unser Ziel war es, ein System zu schaffen, das einerseits einen sehr geringen Wartungsaufwand hat, andererseits aber klare, transparente und planbare Intervalle bietet.
Konkret bedeutet das: Der Enthärter wird im Regelfall alle zwei Jahre gewartet, die Kartusche wird einmal pro Jahr oder nach etwa 3.000 Litern gewechselt – je nach Nutzung und Anforderung.
Damit erhalten Betreiber eine hohe Betriebssicherheit und gleichbleibende Wasserqualität, während Fachbetriebe von klaren Servicezyklen und einer verlässlichen Wartungsstruktur profitieren.

Welche Rolle spielt das System in Ihrer Gesamtstrategie für den SHK-Markt?
Eine sehr zentrale. OnePipe Pearlwater ist ein strategischer Meilenstein für BWT im SHK Markt. Das System steht sinnbildlich für das, wofür wir als Unternehmen stehen: Innovation, klares Systemdenken und echte, praxisnahe Lösungen für Endkunden.
Ganz bewusst wird OnePipe Pearlwater ausschließlich über unser Trinkwasserprofis-Programm angeboten. Damit stellen wir sicher, dass Planung, Installation, Service und Beratung auf höchstem fachlichem Niveau erfolgen. Qualität endet für uns nicht beim Produkt – sie setzt sich über den gesamten Lebenszyklus fort.

Interview mit Thomas Pucher
Wie sind Sie erstmals mit dem System in Berührung gekommen?
Wir arbeiten seit vielen Jahren mit BWT zusammen und beobachten laufend, welche Neuerungen im Bereich Wasseraufbereitung auf den Markt kommen. Als BWT das „OnePipe Pearlwater“-System vorgestellt hat, war sofort klar, dass hier ein interessanter neuer Ansatz verfolgt wird. Besonders spannend war für mich die Kombination aus klassischer Enthärtung und der gezielten Rückführung der Mineralien direkt an der Entnahmestelle – und das alles mit nur einer Leitung. Das wollten wir uns natürlich genauer ansehen.

Welche Fragen stellen Kunden von Wasserenthärtungsanlagen am häufigsten?
Die meisten Kunden fragen zuerst nach dem tatsächlichen Nutzen im Alltag. Also: „Bringt das wirklich etwas gegen Kalkflecken?“, „Wie sehr verlängert sich die Lebensdauer meiner Geräte?“ oder auch „Wie hoch ist der Wartungsaufwand?“. Ein großes Thema ist außerdem der Geschmack des Wassers. Viele Menschen kennen enthärtetes Wasser und empfinden es als etwas „flach“. Genau deshalb ist das Interesse an Lösungen groß, die Komfort und Wasserqualität miteinander verbinden.

Für welche Projekte eignet sich das System aus Ihrer Sicht besonders gut?
Vor allem im Einfamilienhausbereich ist das System sehr interessant – speziell bei Neubauten, aber auch bei hochwertigen Sanierungen. Durch die Einrohrlösung eignet es sich überall dort, wo man den Installationsaufwand möglichst geringhalten möchte. Gleichzeitig profitieren Haushalte in Regionen mit hoher Wasserhärte natürlich stark davon.

Was ist bei der Planung vor dem Einbau besonders wichtig?
Wichtig ist zunächst die Analyse der örtlichen Gegebenheiten: Wasserhärte, Platzangebot und die bestehende Installation. Außerdem sollte frühzeitig geklärt werden, wo die Anlage positioniert wird, da ein Abfluss in der Nähe erforderlich ist und das Gerät für die Wartung gut zugänglich sein soll. Auch die Abstimmung mit dem Kunden spielt eine große Rolle – etwa bei Fragen zur Bedienung oder zum gewünschten Komfort.

Welche Rolle spielt die Unterstützung durch den Hersteller?
Eine sehr große. Gerade bei neuen Technologien ist es wichtig, einen starken Partner im Hintergrund zu haben. BWT unterstützt uns nicht nur mit technischen Informationen, sondern auch mit Schulungen und einem guten Support. Das gibt Sicherheit – sowohl für uns als Installateure, als auch für den Endkunden.

Welche Punkte würden Sie dem Betreiber nach der Übergabe besonders erklären?
Vor allem die grundlegende Bedienung der Anlage und die Wartungsintervalle. Etwa wann Salz nachgefüllt werden muss und wie die Anlage kontrolliert werden kann.

Wenn Sie einem Monteur einen Rat zum Einbau geben müssten – welcher wäre das?
Sich Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. Wenn die Planung und die Positionierung sauber gemacht sind, läuft der eigentliche Einbau meist sehr unkompliziert – wir haben dafür lediglich 3,5 Stunden benötigt. Und man sollte sich mit dem System wirklich vertraut machen – dann erkennt man schnell, wie durchdacht viele Details gelöst wurden.

Gut zu wissen
Der Wasser-Härtegrad ergibt sich aus der Konzentration der im Wasser gelösten Mineralstoffe, wie etwa Calcium und Magnesium. Je nach Region ist diese unterschiedlich hoch. Abhängig vom Härtegrad lässt sich das Wasser dabei in drei verschiedene Härtebereiche einteilen: weich (unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter), mittel (1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter) und hart (über 2,5 Calciumcarbonat je Liter. Eine genauere Aussage liefert die Gesamthärte, bei der auch die Mengen anderer Verbindungen erfasst sind, also mit dem „Grad Deutscher Härte“ (°dH). „Weich“ bedeutet demnach bis 8,4 °dH, „mittel“ ab 8,4 °dH bis 14 °dH und „hoch“ mehr als 14 °dH. Bei Wassertemperaturen über 60 Grad Celsius fällt der Kalk besonders aus.

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