Ende Juni wiesen österreichweit rund 80 Prozent der Grundwassermessstellen niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände auf. Nach den aktuellen Prognosen der „GeoSphere Austria“ dürfte sich dies auch in den nächsten Wochen nicht ändern.
Österreich verfügt zwar über eine sichere Trinkwasserversorgung, sodass eine flächendeckende Wasserknappheit derzeit nicht zu erwarten ist, dennoch kann es regional und zeitlich zu Engpässen kommen, wenn in Trockenphasen viele Menschen gleichzeitig große Wassermengen nutzen.

Die unmittelbare Verantwortung im Ernstfall liegt bei den Betreibern der Wasserversorgungsanlagen. Das sind in Österreich Gemeinden und Wasserverbände. Diese können bei Bedarf Einschränkungen festlegen, etwa bei der Gartenbewässerung oder beim Befüllen von Pools. Wenn eine Maßnahme über das Gebiet einer einzelnen Gemeinde hinausgeht, liegt die Entscheidungsgewalt bei der Bezirksverwaltungsbehörde.
In vielen heimischen Gemeinden ist die Befüllung jedoch ohnehin anmeldepflichtig. Das Bauamt oder der Wasserwart kann anhand von Drohnen oder bei Vor-Ort-Kontrollen abgleichen, ob ein Pool vorhanden ist und ob dieser frisch befüllt wurde. Zudem werden die elektronischen Wasserzähler ausgelesen. Ein plötzlicher Verbrauch von mehreren tausend Litern innerhalb weniger Tage ist hierbei ein eindeutiger Indikator. Verstöße gegen kommunale Wasserleitungsordnungen, wie etwa das Ignorieren von generellen Befüllverboten, können mit hohen Geldstrafen verfolgt werden.

Eine monatliche Übersicht über die Wasserbilanz gibt es hier: Wasserbilanz






