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Pumpen: Die „Hidden Champions“ der Haustechnik

von Rainer Kuster
23. Mai 2025
in Allgemein
Foto: 123rf/suliam

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Pumpen rücken in der Regel nur dann in die Aufmerksamkeit der Menschen, wenn sie nicht zuverlässig arbeiten – also sehr selten. Denn auch schon früher wurden sie sehr robust gebaut. Aufgrund ihrer einfachen Konstruktionen mit konstantem Betrieb waren sie jedoch wahre Energiefresser. Daher gibt es in letzter Zeit einen weiteren Grund, sich mit diesen „Arbeitstieren“ auseinanderzusetzen. Nämlich die drastischen Einsparpotenziale, die moderne Systeme bieten.

Denn heute stehen intelligente, drehzahlgeregelte und energieeffiziente Systeme zur Verfügung. Für Installateure bedeutet das nicht nur eine Veränderung in der Auswahl und Installation, sondern auch im Verständnis der Funktionsweise und im Umgang mit Wartung und Diagnose.
Frühere Generationen von Pumpen – besonders im Bereich der Heizungs- und Zirkulationssysteme – waren meist ungeregelte Standardmodelle mit Asynchronmotoren.

Sie liefen dauerhaft mit gleichbleibender Drehzahl, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Die Folge war ein unnötig hoher Stromverbrauch, oft in Kombination mit unzureichender oder überschießender Wärmeverteilung. Die Regelung erfolgte, wenn überhaupt, über externe Differenzdruckventile oder manuelle Drosselung – Maßnahmen, die selten optimal auf die hydraulische Situation im System abgestimmt waren.

Moderne Pumpen hingegen arbeiten mit hocheffizienten EC-Motoren (Electronically Commutated), die stufenlos drehzahlgeregelt sind. Sie passen ihre Leistung dynamisch an den aktuellen Bedarf an – entweder anhand des Differenzdrucks im System oder in Kombination mit Smart-Home- oder Gebäudeleittechnik. Der Energieverbrauch kann dadurch um bis zu 80 Prozent gegenüber alten Modellen reduziert werden. Auch die Geräuschentwicklung ist bei heutigen Pumpen deutlich geringer, da sie nur mit so viel Leistung arbeiten, wie tatsächlich erforderlich ist.

Ein weiterer zentraler Unterschied ist die elektronische Intelligenz. Während ältere Pumpen rein mechanisch aufgebaut waren, verfügen heutige Modelle über integrierte Mikroprozessoren, die nicht nur den Betrieb regeln, sondern auch Störungen erkennen und diagnostizieren können. Viele Pumpen zeigen Fehlercodes direkt am Display an oder lassen sich über Apps auslesen. Damit wird die Wartung für den Installateur einfacher und gezielter – besonders in großen Anlagen, wo jede Minute Ausfallzeit zählt.

Auch die Inbetriebnahme ist heute komfortabler. Wo früher manuell entlüftet, Drehzahlstufen eingestellt und Rückschlagklappen geprüft werden mussten, bieten moderne Pumpen oft automatische Entlüftungsprogramme, selbst erkennende Betriebsmodi und adaptive Regelkennlinien. In vielen Fällen genügt es, die Pumpe einzuschalten – den Rest erledigt sie selbstständig.

Ein häufiges Problem bei älteren Pumpen war die Verkalkung, Verharzung oder das Festsitzen nach längeren Stillstandszeiten. Dies gehört mit heutigen Modellen weitgehend der Vergangenheit an. Hocheffizienzpumpen sind meist wartungsfrei, besitzen langlebige Keramiklager und widerstandsfähige Werkstoffe. Dennoch ist eine regelmäßige Sichtkontrolle ratsam, insbesondere bei Anlagen mit hoher Laufzeit oder schwierigen Betriebsbedingungen.
Auch die Baugröße hat sich verändert: Hocheffizienzpumpen sind heute kompakter und leichter, was die Montage gerade in engen Nischen oder unter ungünstigen Platzverhältnissen deutlich erleichtert. Der elektrische Anschluss erfolgt häufig über standardisierte Stecker- oder Klemmleisten mit vormontierten Leitungen, was Zeit spart und Fehlerquellen reduziert.

Nicht zuletzt spielt der gesetzliche Rahmen eine Rolle. Mit der Einführung der europäischen Ökodesign-Richtlinie (ErP) wurden veraltete, ineffiziente Pumpentypen schrittweise vom Markt genommen. Seit 2013 dürfen nur noch energieeffiziente Umwälzpumpen mit einem bestimmten Effizienzindex (EEI) verkauft werden. Das hat den technologischen Wandel weiter beschleunigt – und gleichzeitig das Bewusstsein bei Bauherren und Betreibern für den Energieverbrauch geschärft.

Die Auswahl einer Pumpe ist längst nicht mehr allein eine Frage von Förderhöhe und Anschlussmaß – sie muss in ein intelligentes Gesamtsystem integriert werden. Die Vorteile für den Kunden sind klar: geringerer Energieverbrauch, leiser Betrieb, längere Lebensdauer und ein Plus an Komfort und Sicherheit. Moderne Pumpen sind nicht einfach Ersatzteile – sie sind ein aktiver Beitrag zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in der Gebäudetechnik.

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