Eine Steigerung der installierten Leistung aus erneuerbaren Energien schaffe laut Gerhard Christiner (APG) nur dann echten Mehrwert, wenn auch die notwendige Infrastruktur für Verteilung und Speicherung im gleichen Tempo mitwachse.
Wie Austrian Power Grid betont, sei dies im derzeitigen System jedoch nicht ausreichend gegeben. Für die Volkswirtschaft entstehen erhebliche Kosten, wenn ein gefördertes Gut wie Strom aus PV-Anlagen zu Spitzenzeiten – etwa zur Mittagszeit – keine Abnehmer findet oder sogar zu negativen Preisen gehandelt werden müsse. Mit geeigneten Rahmenbedingungen, die den zügigen Ausbau von Netzen und Speichern ermöglichen, ließe sich dieses Problem deutlich entschärfen. Der erzeugte Strom könnte gespeichert und zeitversetzt bedarfsgerecht bereitgestellt werden – und würde dadurch seinen wirtschaftlichen Wert nachhaltig behalten.
Drohende Netzüberlastungen erforderten etwa im März ein Abregeln des erneuerbaren Stromsystems im Umfang von 9 GWh. Nachdem PV-Anlagen nur im geringen Umfang ansteuerbar sind und somit uneingeschränkt Strom einspeisen, sei von diesem Abregeln primär die Laufwassererzeugung betroffen, welche einen großen Teil der erneuerbaren Erzeugung ausmache.
Erneuerbare decken 74,6 Prozent des Stromverbrauchs
Obwohl erneuerbare Anlagen im März zeitweise gedrosselt werden mussten, stieg die erneuerbare Stromproduktion in diesem Monat insgesamt. Die erneuerbare Erzeugung verzeichnete im März 2026 (KW 10-13) konkret ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber dem außergewöhnlich trockenen März 2025 (KW 10-13). Vor diesem Hintergrund deckten die Erneuerbaren im März 74,6 Prozent (Vergleich März 2025: 64,3 Prozent) des Stromverbrauchs in Österreich (4.773 GWh und somit Plus 1,8 Prozent Verbrauch gegenüber dem Vorjahr).






