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Arbeitsmarkt: Zarter Aufschwung am Horizont

von Redaktion
5. Februar 2026
in Allgemein
Foto: Erwin Schuh

Foto: Erwin Schuh

Eine Belebung der Bauleistung erwartet sich Bundesinnungsmeister Anton Berger für 2026. Mehr Aufträge bedingen jedoch auch wieder mehr Personal. SHK-AKTUELL Autorin Cornelia Mayr mit einer Bestandsaufnahme.

Grundsätzlich war die Branche bis Mitte des letzten Jahres noch gut mit Aufträgen aus dem Vorjahr (2024) ausgelastet“, erklärt Anton Berger, Bundesinnungsmeister der Installateure.
Das Mehr an Aufträgen sicherten die damals noch aktiven Förderungen. Nacharbeiten wurden noch in der Hälfte 2025 durchgeführt. „Es gab aber in der Regel keine neuen Aufträge, wodurch im zweiten Halbjahr eine große Lücke entstand“, so Berger. Diese Situation hätte einigen Unternehmen massive Schwierigkeiten bereitet.

Dennoch gehört die Installationsbranche immer noch zu den stabilsten am Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt 2025 kamen laut Innung auf 1065 offene Stellen 797 arbeitslos gemeldete Installateurinnen und Installateure. Nur in Wien war das Verhältnis offene Stellen mit 223 zu 352 vorgemerkte Arbeitslosen im Ungleichgewicht.

Zukunftsberuf
Wir können jungen Menschen unverändert mit gutem Gewissen raten, eine zukunftssichere Ausbildung in unseren Betrieben zu starten“, sagt Berger.
Installateure würden in diesem „Green Job“ eine sinnstiftende Tätigkeit mit gutem Verdienst ausüben. Sitzen sie doch mit ihrer wichtigen täglichen Arbeit an den zentralen Schalthebeln der Energiewende, indem sie für die Nutzung erneuerbarer Energieformen wie Solarwärmesysteme, Wärmepumpen oder oberflächennahe geothermische Systeme und Biomassekessel sorgen.

Leichter Aufwind
Die Konjunktur ist derzeit leicht im Aufwind. Erstmals ist die Wirtschaft in Österreich im zweiten Halbjahr 2025 gewachsen. Prognosen des WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) sprechen von etwa 0,5 Prozent. Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) dürfte 2026 und 2027 um jeweils einen Prozentpunkt zulegen. „Die Bauwirtschaft wird hingegen erst langsam in die Gänge kommen“, sagt WIFO-Experte Stefan Ederer.
Der Arbeitsmarkt hinkt der Konjunktur etwas hinterher. „Im Jahresschnitt dürfte die Arbeitslosenquote 2026 ähnlich hoch sein wie 2025, nämlich 7,3 Prozent“, prognostiziert WIFO-Chef Gabriel Felbermayr. Damit verbliebe die Arbeitslosigkeit bei über 300.000 Personen. Die Anzahl der Schulungen wäre bei 80.000 mehr oder weniger konstant.

Zahl der Frauen nimmt zu
„Trotz rückläufiger Zahlen nimmt die Erwerbstätigkeit zu, da sie bei Frauen und der eingewanderten Bevölkerung steigt“, so Felbermayr. Junge Frauen werden also nicht nur in der Landwirtschaft verstärkt Betriebe übernehmen, sondern auch in anderen Branchen, wie jener der Installateure. In deren Betrieben gibt es schon jetzt einen hohen Anteil von Monteuren mit Migrationshintergrund.

Impulse aus Sanierung
Positiv bewertet die Branchenvertretung der österreichischen Installationsbetriebe den zu erwartenden Impuls aus der veröffentlichten Sanierungsoffensive.
„Sie eröffnet den Start in eine neue Etappe, um die Treibhausgasemissionen zu verringern und die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen“, so der Bundesinnungsmeister. Und das geschehe nun einmal größtenteils durch Heizungsmodernisierungen. „Dieser Zug muss sich jetzt in Gang setzen, damit wieder mehr Sanierungen begonnen werden“, so Berger. Die Bundesinnung begrüßt die Ausrichtung der Förderungen von 2026 bis 20230 im Ausmaß von jährlich rund 360 Millionen Euro. Damit können nicht nur die Installationsbetriebe, sondern auch die Kunden besser planen. Berger mahnt aber eine dringende Aufstockung des Budgets ein, da dieses in Kürze dem Ende zugehen dürfte und ein „Stop-and-go“ keine tragbare Situation darstellt.

Initiativen für junge Erwachsene
Junge Menschen werden zukünftig verstärkt für Umwelttechnologien gebraucht. Auch wenn es geopolitisch im Moment schwieriger denn je erscheint, größere Klimaziele umzusetzen, regional werden sie dennoch verfolgt und in der Bevölkerung verankert.
Auch wenn das Programm „Raus aus Öl und Gas“ vielleicht nicht bis 2040 gänzlich zu realisieren ist, ein Treiber, Gasheizungen durch erneuerbare Technologie zu tauschen, ist sie allemal. Bei einer halben Million fossiler Heizungen, die beispielsweise in Wien zu ersetzen sind, ist noch genug zu tun.
Doch: „Wer soll das physisch machen, wenn die Branche schon jetzt einen Facharbeitermangel beklagt“, fragt sich Elisabeth Felbermair, Referentin der „Abteilung Bildungspolitik“ in der Arbeiterkammer Wien (AK).

Großes Potenzial unter 25
Die Expertin verweist auf eine enorm große Gruppe, die für die Installationsbranche interessant sein könnte. Über das AMS (Arbeitsmarktservice) ist zu erfahren, dass über 17.000 Jugendliche unter 25 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung arbeitslos, arbeitssuchend oder in Schulung gemeldet sind.
Diese Gruppe wäre wie geschaffen für den Heizungstausch und könnte mitunter eine Antwort auf den Facharbeitermangel sein. Doch wie und in welcher Zeit würden die Jugendlichen zu Facharbeitern ausgebildet werden können?

Ausbildung in zwei Jahren
Aus dieser Fragestellung heraus entstand die Ausbildungsinitiative „Öko-Booster“. Sie wird von der AK Wien, dem Waff (Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds) und dem AMS Wien getragen. Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren können sich bewerben, dort ihre Lehre für Installation und Gebäudetechnik oder für Elektrotechnik zu absolvieren.
Die Teilnehmer – meist Burschen – besuchen im Rahmen von Öko-Booster die Facharbeiter-Intensivausbildung (FIA) in der Dauer von eineinhalb bis zwei Jahren. „Die FIA bereitet in der halben Lehrzeit auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung vor“, erklärt Felbermair. Normalerweise dauert die Lehre für Installations- und Gebäudetechnik drei bis vier Jahre. Und dreieinhalb bis vier Jahre die der Elektrotechnik. „In der Zeit wird besonders intensiv das Handwerk erlernt“, sagt Felbermair.

Sechs Durchgänge für Installateure
„Die Facharbeiterintensivausbildung ist ein stiller Champion“, sagt Felbermair. Seit 2023 starteten bereits 12 Durchgänge. Sechs für Installateure, sechs für Elektriker. „Bei den Installateuren laufen noch vier, zwei sind bereits abgeschlossen“, weiß die Projektleiterin. Die Ausbildungsinitiative endet 2027. Ausbildungsträger sind Jugend am Werk und das Bfi Wien, deren Werkstätten mit herzeigbarem Equipment ausgestattet sind.

Ein Vorbereitungsmodul von sechs Monaten garantiert, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Ausbildung vorbereitet sind. Hier werden neben ersten Schritten in der Berufsausbildung wie Arbeitssicherheit, Werkzeugkunde oder Metallbearbeitung auch Grundkompetenzen vermittelt und fehlende Deutschkenntnisse nachgeholt.
„Die ersten 30 Personen haben im Herbst ihre Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden und stehen nunmehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung“, ergänzt Felbermair.
Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind so genannte Konventionsflüchtlinge oder subsidiär schutzberechtigt (Rückkehr in das Heimatland nicht zumutbar oder menschenrechtswidrig).

Probezeit in Betrieb
„Natürlich benötigen die Öko-Booster die Erfahrung im Betrieb, auf der Baustelle und beim Kunden“, sagt Felbermair.
Deshalb ist ein zweimonatiges Praktikum in einem Betrieb fixer Bestandteil der Ausbildung. Das AMS übernimmt die Kosten und die Versicherung des Praktikanten. Damit erhalten junge Menschen die Chance, eine Stelle „draußen“ zu finden und die Betriebe, die Möglichkeit, potenzielle Mitarbeiter unverbindlich kennenzulernen. Aus diesem Grund werden laufend Praktikums-Betriebe gesucht. Denn: „Wir können es uns nicht leisten, ein so großes Potenzial liegen zu lassen.“
Die Facharbeiter Intensiv-Ausbildung gibt es übrigens seit über 50 Jahren und wurde damals ins Leben gerufen, um Schwachstrom-Monteure für Siemens auszubilden.

Schleppender Aufwärtstrend
Die Bauwirtschaft ist seit 2019 im Abwärtstrend. Aber: „Auch die Bauwirtschaft schwenkt wieder auf leichtes Wachstum ein“, vermutet WIFO-Chef Felbermayr.
Nachdem die reale Bruttowertschöpfung um 0,8 Prozent im Jahr 2025 geschrumpft ist, dürften die kommenden Jahre leichtes Wachstum bringen, das allerdings kaum an ein Prozent heranreicht.
Noch sind die Unternehmer nicht sehr überzeugt, dass es in der Baubranche einen Aufschwung gibt. Der Index der unternehmerischen Erwartungen der Gesamtwirtschaft vom Dezember (WIFO) stieg zwar erstmals seit Mai 2023 über der Nulllinie, die negative von positiven Konjunkturerwartungen trennt. „In der Bauwirtschaft hingegen zeigte sich eine Verschlechterung von minus 3,3 Punkten, der Erwartungsindex notierte mit 1,5 Punkten wieder knapper unter der Nulllinie“, so WIFO-Experte Stefan Ederer.

Belebung der Bauleistung
Im Oktober 2025 waren laut KMU-Forschung Austria nur 14 Prozent der Installations-Betriebe optimistisch, dass die Auftragseingänge zu Jahresende zunehmen werden, 34 Prozent erwarteten, dass es verglichen mit dem Vorjahresquartal eher bergab gehen würde.
Immerhin die Hälfte meinte, dass für sie die Auftragssituation stabil bleiben würde. „Generell erwarten Experten für 2026 eine deutliche Belebung der Bauleistung, nicht zuletzt, weil auch die privaten Wohnbaukredite endlich wieder zunehmen“, so Bundesinnungsmeister Berger. Konjunkturbelebend sind aber nicht die Sanierungen, sondern die Arbeit im Neubau.

Öko-Booster-Kontakt für Unternehmer
René Unger
Jugend am Werk
Tel.: +43 676 4497 542
E-Mail: rene.unger@jaw.at

Hannes Schindl
Berufsbildungszentrum
Tel.: +43 699 168 62 417
E-Mail: h.schindl@bfi.wien

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