Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Österreich sieht laut einer vom Radiosender Ö3 initiierten Jugendstudie in einer Lehre bessere Arbeitsmarktchancen als mit Studium (29 Prozent) oder einer Berufsbildenden Höheren Schule (20 Prozent).
„Mit einer Lehre treffen junge Menschen auf jeden Fall die richtige Entscheidung für ihre berufliche Zukunft: Sie haben damit garantiert eine Ausbildung, die auf der Höhe der Zeit ist, und einen Job, der auch in Zukunft nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden wird“, betont Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die mit Abstand der größte Lehrlingsausbilder des Landes ist.
Update für die Energiewende
Mit dem aktuellen Lehrberufspaket 2026 werden sechs Ausbildungsordnungen komplett runderneuert. Mit dieser Überarbeitung wird etwa der Lehrberuf Installations- und Energietechnik, mit 4.200 Lehrlingen einer der größten in Österreich, noch zielgerichteter auf die Anforderungen der Energiewende ausgerichtet: Künftig gibt es neben den beiden Hauptmodulen „Wasser und Wärme“ bzw. „Lüftungstechnik“ das Spezialmodul „Klima- und Automatisierungstechnik“.
„Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs wollen wir erreichen, dass es 2030 deutlich mehr Lehrlinge in Österreich gibt“, so Bundesspartenobmann Denk: „Wir fordern, dass alle, denen die Jugend am Herzen liegt, an einem Strang ziehen und sich klar zur betrieblichen Ausbildung bekennen. Die Betriebe tragen mit fast drei Milliarden Euro im Jahr den Löwenanteil der Ausbildungskosten. Jetzt ist auch der Staat in der Pflicht, die Lehrlingsförderung – die gerade einmal rund ein Zehntel ausmacht – endlich dauerhaft und nachhaltig abzusichern.“






