Verdichteter Wohnraum in urbanen Regionen sowie steigende Anforderungen im Wohnungsbau und in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Bürogebäuden führen zu höheren Ansprüchen an Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nutzerkomfort. Die Haustechnik-Weltleitmesse ISH greift diese Entwicklung auf und stellt als Schwerpunkt ihrer kommenden Ausrichtung vom 15. bis 19. März in Frankfurt das Thema „Systemlösungen“ in den Mittelpunkt.
Das Motto der ISH 2027 steht unter dem Motto „The Power of Solutions“ und soll zeigen, wie aus einzelnen Technologien effektive, funktionierende Lösungen entstehen. Denn mit der wachsenden Komplexität verändern sich auch die Anforderungen an Planung und Umsetzung: Systeme greifen ineinander, Schnittstellen werden entscheidend, und Lösungen müssen im Zusammenspiel funktionieren. Für Fachbesuchende steigt damit vor allem der Orientierungsbedarf. Genau hier setzt die ISH an. Sie zeigt Technologien im Kontext und strukturiert das Angebot in Lösungsfelder, um den direkten Transfer in die Praxis zu erleichtern.
Der internationale Branchentreffpunkt bringt die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette rund um Gebäude und ihre technische Ausstattung zusammen und schafft die Basis für Austausch und Zusammenarbeit im Projektgeschäft.
Die Verschiebung hin zu anwendungs- und projektorientierten Entscheidungen bestätigt auch Stefan Seitz, Leiter Brandmanagement ISH: „Wir sehen, dass sich die Anforderungen im Markt deutlich verschieben. Entscheidungen werden heute nicht mehr auf Produktebene getroffen, sondern im Kontext konkreter Anwendungen und Projekte. Genau darauf reagieren wir mit der ISH. Wir schaffen eine Plattform, die Lösungen im Zusammenhang zeigt und damit den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren deutlich erleichtert. So entsteht ein Umfeld, in dem neue Ansätze schneller in die Praxis überführt werden können“.
Lösungen im System gedacht
Die ISH 2027 strukturiert ihr Angebot entlang von acht Lösungsfeldern und bildet damit die gesamte Bandbreite der Gebäudetechnik ab. Sie orientieren sich an konkreten Anwendungen und machen zugleich die Verbindungen zwischen den Bereichen sichtbar. So entsteht ein Gesamtbild, das Komplexität verständlich macht und Lösungen greifbar werden lässt. Der Ansatz wurde erstmals 2025 eingeführt und wird 2027 weiter geschärft.
Das Lösungsfeld „Sanitärräume“ umfasst Badlösungen im privaten und öffentlichen Bereich, von klassischen Bädern über barrierefreie und öffentliche Anlagen bis hin zu Anwendungen in Pools, Spas und Pflegeeinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen Design, Hygiene, Komfort und nachhaltige Raumkonzepte sowie die dafür notwendige Sanitärinstallation. „Wasserführende Systeme“ bündeln Lösungen für Versorgung, Nutzung und Management von Wasser – von Trinkwasser, Heizungswasser und Entwässerung bis zur Nutzung von Betriebs- und Regenwasser, zunehmend ergänzt durch Dach- und Fassadenbegrünung. Der Bereich „Installation“ widmet sich der effizienten Umsetzung gebäudetechnischer Systeme, von Werkzeugen und Vorfertigung über Logistik bis hin zu Montage und Betrieb.
Unter „Wärmeerzeugung“ werden Technologien für eine klimafreundliche Energieversorgung zusammengeführt, darunter Wärmepumpen, hybride Systeme, Biomasse sowie Nah- und Fernwärme. Das Lösungsfeld „Raumluft“ fokussiert Luftqualität, Lüftung und Klimatisierung in unterschiedlichen Gebäudetypen, von Wohn- und Bürogebäuden bis hin zu spezialisierten Anwendungen wie z.B. dem steigenden Bedarf bei Rechenzentren. „Intelligente Gebäudesteuerung“ vernetzt Systeme und ermöglicht durch Gebäudeautomation und Energiemanagement eine gezielte Optimierung von Prozessen und Verbräuchen. Der Bereich „Software“ begleitet den gesamten Gebäudelebenszyklus, von Planung und Simulation bis zu Betrieb und Facility Management. Die „Herstellung von SHK-Produkten“ bildet die industrielle Basis der Branche und zeigt die Wertschöpfung von Komponenten und Materialien bis hin zu Produktions- und Entwicklungsleistungen.






